Verkehrswege in Mülheim
Schiffe und Eisenbahnen
Der Hellweg war früher, seit der karolingischen
Zeit, eine wichtige Ost-West-Handelsstraße. Der Lauf dieser Straße
überquerte in Mülheim die Ruhr.
1444 wurde dem Kölner Erzbischof gestattet, hier eine Brücke
auf Steinpfeilern zu bauen. Doch dieser Plan wurde nie ausgeführt.
Bis zur Errichtung der Kettenbrücke 1842-44 fuhr eine Fähre
zwischen den beiden Ruhrufern.
Der Wasserstand der Ruhr wechselte häufig und unregelmäßig.
Schon 1414 war die Ruhr durch Mühlenwehre aufgestaut.
Im 18. Jahrhundert wurde Mülheim Kohlehafen. Die Kaufleute des Kohlehandels
beherrschten zu dieser Zeit den Rhein. Die Kohle wurde zum Großteil
über den Rhein nach Holland gebracht und dort verkauft. Als Rückladung
wurden Kolonialwaren aus Holland mitgebracht. 1773 wurden Einigungen der
Territorialherren über einen Schleusenbau an der Ruhr abgeschlossen.
7 Jahre später waren alle Schleusen von Langschede bis Ruhrort fertiggestellt.
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Eine Ruhraak -
das typische Transportschiff
im frühen 19. Jh.
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Nach 1790 stieg die Kohlenproduktion und mit ihr der Schiffsverkehr auf
der Ruhr stark an. Einige Zeit lang war die Ruhr ein Handelsweg von europäischer
Bedeutung. Um 1847 erreichte der Kohlenverkehr auf der Ruhr mit 11525
Schiffspassagen seinen höchsten Stand.
Zu dieser Zeit wurden bereits die Eisenbahnstrecken im Mülheimer
Raum fertiggestellt:
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Bahnlinien
im Raum Mülheim
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1847 Köln - Mindener Eisenbahn: Duisburg - Oberhausen
- Altenessen - Herne
1848 Oberhausen - Ruhrort
1862 Bergisch - Märkische Bahn: Duisburg -Mülheim
- Essen - Steele - Bochum -
Dortmund
1876 Mülheim - Ruhrorter- Bahn: Mülheim - Kettwig
- Werden - Steele -
Hattingen
- Witten
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Einer der Mülheimer Bahnhöfe: Broich
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1866 wurden die letzten beiden Mülheimer Bahnhöfe in Betrieb
genommen. Danach verlagerte sich der Frachtverkehr endgültig von
der Ruhr auf die Schiene.
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Ein Zug in der Nähe des Eppinghofer Bahnhofs
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Straßenbahnen
Um 1900 brauchten die Stadte leistungsfähige
innerstädtische Verkehrsmittel zum Transport der Einwohner. Die neu
erfundene Straßenbahn war nach 1890 die günstigste Lösung
dieses Problems. Das Straßenbahnnetz erlaubte eine Wachstumssteigerung
der Städte. Zugleich erweiterte es die Mobilität bei der Wahl
des Arbeitsplatzes und ermöglichte außerdem den steilen Aufstieg
der großstädtischen Zentren des Massenkonsums.
| Straßenbahn in Mülheim |
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Der Straßenbau
Früher, bevor die Flüsse schiffbar gemacht
wurden, wurde Fracht per Pferdekarren transportiert. Die Wege waren beschwerlich
und bestanden zum Großteil aus Schlamm. Weil der Staat kaum Straßen
ausbaute, taten sich Zechenunternehmer auf Essener Gebiet zusammen und
finanzierten eine Privatstraße zwischen Borbeck und Mülheim:
die Aktienstraße.
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Die Aktienstraße an der Zinkhütte |
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