Interview mit Angelika vom Bruch über die Mausegattsiedlung

Wie lange wohnen Sie schon hier?

Angelika vom Bruch: Seit dem 1. August 1969.

Woher kamen die ersten Mieter der Werkswohnung?

Angelika vom Bruch: Aus dem Bergbau.

Haben Sie, bevor Sie hier eingezogen sind, in einer anderen Wohnung gelebt?

Angelika vom Bruch: Ja.

Welche Wohnung fanden Sie denn besser?

Angelika vom Bruch: Natürlich die hier, die hat ja auch noch einen Garten dabei.

Wo befanden sich früher hier die Toiletten?

Angelika vom Bruch: Hinter der Küche war noch ein Anbau und dann kam ein Schuppen und darin befanden sich die Klos – Plumpsklos.

Wie groß war der Garten und wie wurde er genutzt?

Angelika vom Bruch: Früher wurde da Obst und Gemüse angebaut, heute ist da nur Rasen und Ziergarten.

Hatten Sie früher Haus- oder Nutztiere?

Angelika vom Bruch: Hund und Katzen.

Wie war das Gemeinschaftsleben in der Mausegattstraße?

Angelika vom Bruch: Sehr gut, jeder kennt jeden.

Was hat Sie diese Wohnung gekostet?

Angelika vom Bruch: Vor 20 Jahren hat diese Haushälfte 70.000 DM gekostet.

Was wurde im Schnitt verdient?

Angelika vom Bruch: 4.000 DM, wenn beide mitverdienen.

Woher kam das Geld für neue Bauten und Reparaturen?

Angelika vom Bruch: Es gab sehr viel zu renovieren als wir hier eingezogen sind und das mussten wir dann auch noch zusätzlich bezahlen.

Gab es in der Zeit noch andere besondere Ereignisse?

Angelika vom Bruch: Als die Häuser in der Siedlung zu Eigentumswohnungen umgewandelt wurden gab es sehr viel Streit.

Vielen Dank für dieses Interview.

Siedlungskampf
Kampf um die Erhaltung der Siedlung